Bedingungsloses Grundeinkommen

Das Bedingungslose Grundeinkommen wurde in der letzten Sendung, am 28.05.2017,  von Thomas Gottschalk in der Sendung
„Mensch Gottschalk,  das bewegt Deutschland“
mit aufgenommen und diskutiert. (Siehe Filmbeitrag)

Ein sehr großes Lob von unserer Seite geht an die Gruppe
„Mein Grundeinkommen“
die laufend ein Grundeinkommen für ein Jahr verlosen.  Jeder darf sich bei der Gruppe registrieren und mitmachen.
Auch nach der Sendung wurde ein weiterer glücklicher Gewinner gezogen, der dann für ein Jahr 1.000,-€  im Monat erhält.
Diese Gruppe finanziert sich durch Spenden, und ermöglicht einigen ausgelosten Menschen für ein Jahr ein sorgenfreies Leben. Wenn wir zu entscheiden hätten, würden wir dieses En­ga­ge­ment und den Gründern der Gruppe einen Orden verleihen. Sie helfen damit die Armut hier im Land zu bekämpfen.
Jeder darf auch gerne weiter an die Gruppe spenden, damit noch mehr Menschen ausgelost werden können.


Wir von der Partei „Die Bürgerlobby“ würden es sehr gerne allen zukommen lassen, siehe auch unseren Artikel „Bedingungsloses Grundeinkommen“.


Hier kommt mal eine Gewinnerin zu Wort, die das große Glück hatte und erzählt von ihrer Erfahrung:

3 Gedanken zu “Bedingungsloses Grundeinkommen

  1. Vorab: Ich gehöre eindeutig zum kapitalismuskritischen /linken Spektrum, bin aber dennoch zu der Überzeugung gelangt, dass die Probleme tiefer liegen und ein bedingungsloses Grundeinkommen nicht unproblematisch wäre:

    1. Würde man jedem erwachsenen Hartz-IV-Empfänger / Kleinrentner ein paar hundert Euro mehr als bisher geben, dann hätte das sehr schnell folögende Effekte:

    – Die von ihnen bewohnten Billigwohnungen würden (teil-) modernisiert, die Mieten für diese Billigwohnungen letztlich so weit angehoben, dass die Schmerzgrenze erreicht wäre. Vor allem FDP und UNION, aber auch GRÜNE und SPD würden das politisch unterstützen oder zumindest zulassen.

    – Die zunächst größere Kaufkraft im Segment der unteren Einkommensbezieher bliebe auch den Lebensmitteldiscountern usw. nicht verborgen. Im Segment der Lebensmittel würden sich die Preis-Absatz-Funktionen nach oben verschieben – und das würde an den computergestützten Analysesystemen nicht vorbeigehen. Entsprechend würden die Preise gerade in den Segmenten, in denen die geringe Kaufkraft der Hartz-IV-Bezieher usw. derzeit nur geringe Preispielräume lässt, sehr schnell nach oben gehen.

    Kurzum: Das zusätzliche Geld würde überwiegend in den Taschen von Kapitalanlegern landen.

    Optimistische Annahme, das wäre nicht so. Dann würde Arbeitslosigkeit für so manchen seinen Schrecken verlieren, und leider ist unsere Gesellschaft, da der Mensch aus guten Gründen von Natur aus faul ist (spart Energie), auf die kapitalistische Sklavenpeitsche angewiesen, um quantitativ akzeptable Arbeitsleistung zu bringen. Je weniger diese Peitsche geschwungen wird, desto mehr würde die Gesellschaft sich einem Zustand wie in der damaligen DDR nähern, da Arbeit letztlich als bezahlte Anwesenheit am Arbeitsplatz verstanden wurde.

    Das Problem ist längst, dass alles ein großes Räderwerk ist – ein Rädchen heraus zu nehmen und einfach ein ganz anderes einzusetzen, ist oftmals mit einer Vielzahl von kaum absehbaren Nebenwirkungen verbunden, wie die Begradigung von Flüssen, die Schifffahrtswege verkürzen und Landgewinn ermöglichen kann, aber mit der Erhöhung von Überschwemmungsrisiken verbunden ist.

    • Winfried Sobottka,

      erstmal vielen Dank, dass sie sich hieran beteiligen.
      Ich habe auch schon in dieser Richtung gedacht. Es ist halt immer noch nicht Ausgereift.
      Die Gefahr ist da, dass dann auch viele Arbeiter einfach zu Hause bleiben, aber die Arbeit an sich muss ja dennoch getan werden.
      Aber ihre Befürchtung, dass die Arbeitgeber die Lohnschraube nach unten drehen werden, diese Befürchtung habe ich nicht. Was machen die Firmen, wenn sie keine Arbeiter mehr bekommen? Sie gestalten die Arbeitsplätze neu und Attraktiver, zum Beispiel über die Lohnschraube. Zudem glaube ich daran, das viele mit dem Grundeinkommen nicht zufrieden sind, und suchen sich deshalb schon eine Arbeit, um ihr Einkommen auf zu bessern.Die Arbeitgeber würden dann vielleicht noch mehr anbieten, wie heutzutage schon in einigen IT Firmen mit Software Entwicklung. Die werden nicht nur gut bezahlt, die bieten Teilweise auch Essen, Masagen, Fitnissgeräte und mehr, damit die Mitarbeiter bei der Stange bleiben.

      Abver es stimmt auch, ganz ausgegoren ist das noch lange nicht.
      Hier ist noch viel Redebedarf.
      Es schützt aber die Menschen vor Armut, vom Säugling an bis ins hohe Rentenalter.
      Eigentlich haben wir hier sehr viele Baustellen, das BGE ist nur eine davon.
      Bitte bleiben sie ruhig weiter mit dran und es interessiert mich auch, was sie von den anderen Themen denken.

      Danke

      Bitte auch den anderen Artikel mal lesen, der ist auch noch mit einer Umfrage verbunden.
      Dort habe ich auch mal unsere Vorstellung genauer beschrieben.

      • Die Schutzfunktion eines Grundeinkommens ziehe ich mit meinem Kommentar ja gerade in Zweifel: Kapitalanleger würden den Zuwachs absaugen, den man den wirtschaftlich Schwachen zukommen ließe, Mieten, Lebensmittelpreise usw, würden steigen, bis das reale Hartz-IV-Niveau wieder erreicht wäre.

        Und zu angenehm darf man es tatsächlich niemandem machen, ohne dass die Wirtschaftsleistung beeinträchtigt wird.

        Die Fragen, die zu stellen sind, müssen demnach erheblich tiefer greifen:

        – Warum führt Deutschland einen ökonomischen Eroberungskrieg gegen den Rest der Welt, ablesbar an dem seit Jahrzehnten erfolgreich verfolgten Ziel der Erwirtschaftung von Exportüberschüssen? Diesem Krieg ist es zu verdanken, dass Politiker alles tun, um möglichst viel Geld in die Hände des deutschen Großkapitals fließen zu lassen, um es gewissermaßen „aufzurüsten“.

        – Wie sinnvoll kann es überhaupt sein, wenn private Finanziers öffentliche Einrichtungen und Siedlungsgesellschaften für Millionen von Mietern besitzen, als ständige Melkkühe, stets von dem Gedanken getrieben, einen möglichst hohen Überschuss zu erzielen?

        – Wie sinnvoll können „Bedarfsberechnungen“ sein, bei denen unterstellt wird, dass ein 12 jähriges KInd, das aufgrund von Wachstum und sportlicher Betätigung oftmals einen höheren Kalorienbedarf hat als viele Erwachsene, das zudem aufgrund von Wachstum oft neue Kleidung benötigt, für Nahrung und Kleidung wesentlich weniger Geld bekommen soll als ein Erwachsener? Wie sinnvoll kann es sein, einen 90-Kilo Mann mit dem selben geld für Nahrung abzuspeisen wie eine 50-Kilo Frau? Es schreit doch zum Himmel, dass den „Bedarfsrechnungen“ absolut kein nachvollziehbarer Sinn zugrunde liegt, dass es grüne-Tisch-Zahlen sind, die von karrieregeilen Ar*lö*
        aufgestellt wurden.

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